Panketal: Großes Dorf am kleinen Fluss
Zwar trägt die einzige Gemeinde an der Panke den wohlklingenden Namen Panketal, doch sind ihre Einwohner meist überzeugte Zepernicker oder Schwanebecker. 2003 wurde die neue Großgemeinde aus den beiden Dörfern gebildet, doch liegt eigentlich nur Zepernick an der Panke und es ist auch der unbestritten bedeutendere der beiden Ortsteile. Zepernick galt zu DDR-Zeiten als die größte Gemeinde ohne Stadtrechte, und bei immerhin 19 000 Einwohnern lässt sich in dem ausgedehnten Vorort durchaus auch ein städtischer Charakter entdecken. Zepernick selbst besteht aus dem alten Dorfkern (einem 1289 erstmals erwähnten Winkelangerdorf) und der einstigen Villenkolonie Röntgental. In diesem grünen, schon eleganten Vorort gruppieren sich die Straßen und die Häuser rund um den Jugendstilbahnhof - die schnelle Erreichbarkeit Berlins war sicher von Anfang an ein bedeutender Standortvorteil bei der Entwicklung Röntgentals.
In Alt-Zepernick selbst kann man hingegen noch die Struktur des Angerdorfes erkennen, das sich rund um die St.Annenkirche entwickelt hat. Diese erhielt auf der Basis einer im 13. Jahrhundert bereits erwähnten Kirche im späten 19. Jahrhundert ihre charakteristischen Zwillingstürme. Finanziert wurde diese Erweiterung aus Verkaufserlösen für den Bau des Bahnhofs Zepernick, der den zweiten Siedlungsschwerpunkt des Ortes bildet.

Die Bahnhofstraße mit dem S-Bahnhof Röntgental ist ein sehenswertes Baudenkmal der Landhaussiedlung, die ihren Namen Röntgental 1899 erhielt. Namensgeber war der Nobelpreisträger für Physik Wilhelm Conrad Röntgen.
Der Bahnhof wurde 1913-16 bei der Höherlegung des Bahndamms der Stettiner Bahn von den Architekten Schwartz und Cornelius errichtet. Bei der Besichtigung des Bahnhofs sind die Details der Ausstattung der Bahnhofshalle eine besondere Erwähnung wert.
Die Grenzen zwischen Röntgental, Zepernick und auch dem angrenzenden Bernau sind mitunter fließend, da sich entlang der Panke und der Stettiner Bahn eine kleine Bänderstadt herausgebildet hat, in der es jedoch ausreichend Grün und auch noch einige Freiflächen gibt.
Weiterführende Informationen:
Interview mit dem Bürgermeister von Panketal
für aktuelle Berichte aus Panketal lesen Sie den Panke-Spiegel
Informationen über die St.Annenkirche
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Kommentare
01.04.2013
Bernd Warnholz
Sehr geehrte Damen und Herren,
als gebürtiger Zepernicker und auch jahrzehntelanger Einwohner möchte ich noch hinzufügen, dass nahe der Straße der Jugend, an der ehemaligen Badeanstalt, die Dranse in die Panke fließt.
Die Dranse fließt direkt durch den Dorfkern von Zepernick, parallel zur Bodestraße und weiter am Sportplatz vorbei.
MfG,
Bernd Warnholz (geb. 1939)