Bernau: Mittelalter im Schatten der Platten

von Joachim Faust (joachim) am 30.11.2009


Marktplatz und Marienkirche
Die Stadt mit 35.000 Einwohnern ist Quellort der Panke. Aus deren Wasser haben die Bernauer einst das starke Schwarzbier gebraut, für das Bernau im Mittelalter berühmt war. Immerhin wurde in 146 Hausstellen das Bier gebraut; bis zu 30000 Tonnen sollen die Bernauer zu Spitzenzeiten hergestellt haben. Und bei der erfolgreichen Abwehr der die Stadt belagernden Hussiten im Jahr 1432 soll das Bier ebenfalls eine Rolle gespielt haben.

Für die Panke scheinen sich die Bernauer aber nicht mehr sehr zu interessieren; der Oberlauf plätschert wenig beachtet an der eigentlichen Altstadt vorbei. Heute zieht vor allem die Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert, die größtenteils erhalten ist, die Aufmerksamkeit an sich. Die Innenstadt selbst sollte im Wege einer mustergültigen "sozialistischen" Altstadtsanierung durch Plattenbauten in der historischen Höhe ersetzt werden; dies ist bis auf wenige Straßenzüge auch so umgesetzt worden.

 

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Sehenswert sind insbesondere einzelne Stadttore und die spätgotische St.Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert mit einem Flügelalter aus der Schule von Cranach d.Ä. Nordwestlich der Stadt in "Waldfrieden" liegt die ehemalige Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Bernau war von 1952- 1993 Kreisstadt (Autokennzeichen zuletzt "BER").

Veranstaltungstipp: das Mittelalterfestival "Bernauer Hussitenfestspiele"  findet immer am 2. Juniwochenende statt.

Weiterführende Links

Altstadtrundgang in unserem Tourenportal

Ausflugstipps rund um Bernau 

[Wikipedia] Bernau bei Berlin

Mehr zu den Hussiten in Bernau

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