Hart an der Panke

von Joachim Faust am 16.05.2011

Am Sonntag, dem 15. Mai 2011, ging es per Fahrrad von Pankow bis Bernau hart an der Panke entlang. Treffpunkt war um 10:00 Uhr am Stadtteilzentrum Pankow und noch lange, bevor der angekündigte Regen einsetzte, waren die Radler nicht nur bis Bernau gekommen, sondern sogar schon wieder in Berlin. Letzteres bedeutet allerdings nicht, die Tour wäre in aller Eile durchgezogen worden, sie wurde ganz im Gegenteil genossen: An den Karower Teichen gönnte man sich gar in aller Ruhe einen Abstecher durch das Naturschutzgebiet mit seiner einzigartigen Vogelwelt. Der Regen hatte einfach aus Hochachtung vor Menschen, die 40 km mit dem Fahrrad zurücklegen, gewartet.

 

Foto: Tourenleiter Ralf HertschGeschichte der Panke in erzählten Geschichten

 

Unterwegs wurde an Baudenkmälern, geschichtsträchtigen und landschaftlich schönen Orten inne gehalten. Die Teilnehmer kamen ins Gespräch über Ausflugslokale und Freibäder, die es in der Kaiserzeit an der Panke gegeben hat, die Verwandlung der Panke in einen Abwasserfluss während der anschließenden Industrialisierung, ihre Begradigung in den 1980er Jahren und heutige Renaturierung. Freibäder an der Panke gibt es noch nicht wieder, aber das Baden in ihr wäre durchaus möglich. Geschichte lebte auf in erzählten Geschichten.

 

Foto: Foto: Die schwierige Unterquerung der AutobahnbrückeAusgetretene Pfade entlang der Panke

 

Um dem Wasser so nah wie möglich zu sein, wurde der ausgeschilderte Radweg entlang der Panke gelegentlich verlassen. Das führte zwar einerseits dazu, dass mit der Tugend, ein Radfahrer halte unterwegs nicht an und steige somit von seinem Fahrrad nicht ab, hin und wieder gebrochen werden musste, vor allem beim Unterqueren der Autobahn bei Karow. Dort nämlich beträgt der Abstand zwischen Trampelpfad und Brücke kaum mehr als Lenkerhöhe. Andererseits konnte sich auf diese Weise jeder Teilnehmer unmittelbar davon überzeugen, dass die Panke heute keine Stinke-Panke mehr ist.

 

Autorin: Miriam Hartz

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