Tour E 2

Altstadtrundgang durch Bernau

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Willkommen in Bernau - an der Panke und bei den Touristen ganz oben. Die etwa 700 Jahre alte Stadt hat sich trotz der Nähe zu Berlin seinen eigenen kleinstädtischen Charakter erhalten können. Dazu trägt auch die fast vollständig vorhandene 1,3 km lange Stadtmauer bei, ebenso wie die vielen historischen Gebäude in der Innenstadt.

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Begegnung mit einer robusten Mauer

Wir starten am Endpunkt der Tour E 1 und der S-Bahnlinie 2, nämlich am Bahnhof. Schon seit 1842 hat Bernau Bahnanschluss, und das hübsche weiß getünchte Empfangsgebäude begrüßt die Besucher. Wir begeben uns gleich rechts in Richtung der 1908 geweihten katholischen neogotischen Herz-Jesu-Kirche. Wir halten uns links, kommen dann in die Bahnhofstraße und erreichen bald das Steintor an der Stadtmauer.

(1) Dieses imposanteste der drei Stadttore liegt direkt neben dem Hungerturm. Hier lohnt es sich, auch einmal in die Gässchen an der Stadtmauer zu treten, wo man gut erkennt, dass kein Stein der 8 m hohen Mauer dem anderen gleicht. Wenn man hingegen außerhalb des Mauerrings weitergeht, gelangt man in die Parkanlagen des Walls. Die Mauer hat übrigens auch die Angriffe der Hussiten im Jahr 1432 überstanden, was im Juni jeden Jahres groß gefeiert wird. Wir bleiben jedoch anders als die Hussiten innerhalb der Stadtmauern und gehen die Berliner Straße entlang. Der Name der nächsten Straße, in die wir einbiegen, erzählt viel Bernauer Geschichte: die Brauerstraße erinnert an das Bernauer Schwarzbier, das früher in Hunderten von Hausstellen aus Pankewasser gebraut wurde und weithin berühmt war. In der Gaststätte an der Ecke wird ein "Bernauer Schwarzbier" ausgeschenkt.

 

 

 

 

 

Markt mit Marienkirche und BürgerhäusernRund um den Marktplatz

(2) Geht man die Brauerstr. hoch, gelangt man bald auf den lebendigen Marktplatz der Kleinstadt. Das Rathaus im klassizistischen Stil (frühes 19. Jh.) liegt links von uns, während auf der rechten Seite des Platzes hinter schönen Bürgerhäusern das große Kirchenschiff der Marienkirche (16. Jahrhundert) zu sehen ist. In der Kirche selbst befindet sich ein Flügelaltar aus der Schule Lucas Cranach d.Ä.

Hinter der Kirche gehen wir wieder zu den Wallanlagen mit der Stadtmauer und halten uns dann links. Es geht noch über die Mühlenstraße und dann weiter an der Mauer entlang (Straße Am Henkerhaus). Spätestens hier verfestigt sich ein zweiter Eindruck von Bernau: der einer Plattenbaustadt. Obwohl die Stadt den Krieg fast unbeschadet überstanden hat, sollte Bernau zu DDR-Zeiten ein Musterbeispiel moderner Sanierungspolitik abgeben. Anstelle der alten und oft maroden Häuser wurden moderne Plattenbauten hochgezogen, die sich in ihren Dimensionen allerdings an den Vorgängerbauten orientieren.  Die wichtigsten historischen Gebäude sind zum Glück erhalten geblieben.

 

 

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Immer an der Mauer entlang

(3) Das Henkerhaus ist in die Mauer integriert. Wenige hundert Meter weiter stoßen wir auf den 26 Meter hohen Pulverturm aus Backstein. Wir gehen in die Tuchmacherstraße, wo sich das älteste Wohnhaus Bernaus, das Kantorhaus von 1582 aus Fachwerk befindet.

Wir biegen dann links in die Berliner Straße ein, auf deren rechten Seite bald das Gasthaus Schwarzer Adler in Sicht kommt.

Wenn wir rechts in die Alte Goethestraße einbiegen, dann kurz links in die Breitscheidstraße und sofort wieder rechts, kommen wir an unseren Ausgangspunkt am Bahnhof zurück.