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Diese Tour schließt an die Tour D 1 an und bildet den Abschluss der Panke-Touren A 1 - E 1.

Der Ausgangspunkt S-Bahnhof Buch ist gut erreichbar mit der S-Bahn (Linie S 2) sowie verschiedenen Buslinien (u.a. BUS 150). 

Diese Tour führt in den oberen Abschnitt der Panke, der schon vollständig im Naturpark Barnim liegt. Hier wird die Nähe der Millionenstadt Berlin immer weniger spürbar, aber trotzdem fließt die Panke fast vollständig durch besiedeltes Gebiet. Gleich hinter dem Schlosspark Buch wird die Landesgrenze Berlin/Brandenburg überquert und es geht durch den grünen Vorort Zepernick. Der letzte Ort dieser Tour ist die Barnim-Stadt Bernau, wo die Panke im Stadtgebiet entspringt.

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Schlosskirche Buch im BarockstilVom verschwundenen Schloss und dem erhaltenen Park

Unsere Tour beginnt an der Einfahrt zum Schlosspark Buch. Das Gutshaus, das von seinem Besitzer Geheimrat von Viereck im 18. Jahrhundert zu einem Landschloss umgebaut wurde, steht heute nicht mehr, weil es 1964 - wie schon einige Jahre zuvor die Orangerie - aus politischen Gründen abgerissen wurde. Die dazugehörige Barockkirche kann man hingegen noch heute auf einer Anhöhe östlich des Parks finden. Sie wurde bis 1736 an der Stelle der Dorfkirche errichtet und ist in ihrer Form in Berlin einzigartig. Der kreuzförmige Bau verfügt über unterschiedlich lange Seitenarme. Das Fundament des verloren gegangenen Turms ist achteckig. Um die Kirche herum befindet sich übrigens der Bucher Kirchhof mit sehr schönen Gräbern. Auf dem Plateau zwischen Kirche und Schlosspark lässt sich heute noch der Standort des Schlosses erahnen. Das angrenzende Gut ist auch als "Künstlerhof Buch" bekannt.

 

 

 

 

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Der Schlosspark selbst wurde im 17. Jahrhundert vom damaligen Gutsbesitzer Pölnitz im holländischen Stil gestaltet – dies erklärt die zahlreichen Kanäle, in die sich die Panke verzweigt. Einer der Seitenarme entwickelt sich sogar zu einem träge dahinfließenden Teich, der zu den idyllischsten Plätzen dieses verträumten Parks gehört. Auch der alte Baumbestand lohnt eine nähere Betrachtung. Auf immerhin 14 Brücken kommt der Park außerdem noch – zweifellos ein Rekord an der Panke!

 

 

 

 

 

 

 

 

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Über die Stadtgrenze nach Brandenburg

Am Ende des Parks wird der Pölnitzweg überquert, und ein neu angelegter Weg führt über Wiesen und Felder in Richtung Röntgental. An einer kleinen Brücke muss man sich entscheiden: links geht die offizielle Umleitung über einen etwas holprigen Damm, rechts führt der neu gebaute Abschnitt auf die Straße 5, in der man gleich wieder nach links in die Straße 7 einbiegen muss. Da dies ein nagelneuer Abschnitt ist, kann es sein, dass die Beschilderung hier noch fehlt. Der Weg führt nun über die Felder und Wiesen, während die Panke hier durchs Schilf fließt. Ganz nebenbei passiert man hier die Landesgrenze zwischen Berlin und Brandenburg. Man stößt in Panketal nun auf die Bahnhofstraße, in die es erst links geht.

Möchte man sich den Ortsteil Röntgental anschauen, muss man sich auf der Bahnhofstraße geradeaus halten:

Röntgental ist eine gründerzeitliche Villenkolonie rund um den gleichnamigen Bahnhof aus dem Jahr 1912. Der Ort selbst ist am Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und nach dem Physiker Wilhelm Conrad Roentgen benannt. In Röntgental befand sich das Zentrale Aufnahmelager für Umsiedler aus der BRD in die DDR. Das Bahnhofsgebäude und die Bahnhofstraße sind noch heute ein schönes Ensemble mit Jugendstilelementen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Kirche und die alte Schmiede von ZepernickZepernick - altes Dorf im Tal der Panke

Zurück in die Bahnhofstraße - hier muss nun in die Triftstraße eingebogen werden, die wir etwa 800 Meter entlang müssen. In die Straße der Jugend biegen wir nach rechts ab und überqueren wieder die Panke. Kurz darauf geht es nach links über eine ausgedehnte Wiesenfläche mitten in Zepernick, dem größten Ortsteil der Gemeinde Panketal. Hier mündet der Dransebach in die Panke. Das Dorf Zepernick, das heute den Hauptort Panketals bildet, wurde 1289 erstmals erwähnt. Hinter der Wiese erkennt man die Annenkirche, deren ungewöhnlicher Doppelturm aus den Erlösen des Landverkaufs für die Eisenbahn finanziert wurde. Die Kirche selbst hat romanische Grundmauern aus dem 13. Jahrhundert und wurde mehrfach umgebaut. Man erkennt gut, dass Zepernick seit dem Bau der Eisenbahn ein großes Dorf ist, aber weder Zepernick noch die heutige Gemeinde Panketal haben das Stadtrecht erhalten.

Hinter der Wiese geht es über die Schönerlinder Straße in die Poststraße, aber nach wenigen Metern führt uns der Weg nach links in die Eisenbahnstraße. Es geht bald wieder den Bahndamm entlang; nur am S-Bahnhof Zepernick muss die Schönower Straße überquert werden. Nun führt der Pankeweg vorbei am parkartigen Zepernicker Friedhof, und nach der Einmündung in die Oderstraße erreichen wir bald die Stadtgrenze von Bernau, wo auch die Panke wieder überquert wird.

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Die Wiesen von Bernau

Im Ortsteil Eichwerder gibt es eine zickzackartige Wegführung erst nach rechts in die Eichendorffstr. und wieder nach links in die Theodor-Körner-Str. Hier ist die Panke hinter den Gärten der Einfamilienhäuser verschwunden. Nach Überquerung der verkehrsreichen Zepernicker Chaussee taucht die Panke aber wieder auf, und unser Weg geht nun über die Felder an Eichen und Birken vorbei. Der Blick geht weit über die Felder in Richtung des Bernauer Stadtteils Friedenstal. Die Autobahn A 11 unterqueren wir an einem Tunnel, unter dem wiederum die Panke fließt. Direkt dahinter kommt ein Anglerteich und ein kleines Becken, das früher als Badeanstalt diente. Durch einen kleinen Wald geht es weiter bis zur Weißenseer Str. (Bundesstr. 2), in die wir kurz rechts einbiegen. An der nächsten Kreuzung geht es gleich wieder links in den Hesselweg, der über die Felder in die Neuen Gärten führt. Ein letztes Mal kann der Blick über Felder und Trauerweiden schweifen, bevor die Panke sich in mehrere Gräben verzweigt und ein so schmales Rinnsal wird, dass über sie unzählige Stege führen, um den Zugang in die benachbarten Kleingärten zu gewähren. Der Weg endet an einem Busbahnhof, wo ein modernes Einkaufszentrum entstanden ist. Die Tour geht nach links weiter, wo bald der Bernauer Bahnhof erreicht wird.

,Die Stadt hinter alten Mauern

Die katholische Herz-Jesu-Kirche aus dem Jahr 1908 hat uns auf den letzten Kilometern vor dem Bahnhof schon begrüßt, aber Bernaus eigentliche Altstadt ist ebenso sehr sehenswert. Die Stadt hat einst vom Bierbrauen gelebt; über 300 Hausstellen brauten einst das berühmte Starkbier, das wegen seiner Haltbarkeit beliebt war. Zum Brauen wurde Pankewasser herangezogen, und noch heute kennt jedes Kind in Bernau den Spruch: Leute gebt acht, dass keiner in die Panke macht, denn morgen wird gebraut. Auch wenn viele Gebäude Bernaus zu DDR-Zeiten abgerissen wurden, verdienen nicht nur die stehengebliebenen schönen Häuser und die Marienkirche besondere Beachtung, sondern auch die fast vollständig erhaltene Stadtmauer mit dem schönen Pulverturm.

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Wer jetzt noch die Quelle der Panke sucht, wird vielleicht ein wenig enttäuscht. Wie viele Tieflandflüsse hat die Panke keine sprudelnde Quelle, sondern das Quellwasser sammelt sich in einer feuchten Wiese nordöstlich Bernaus. Erst ab einem künstlich angelegten Gewässer, dem Teufelspfuhl hinter dem Einkaufszentrum "Bahnhofspassagen", fließt die Panke als permanentes Gewässer.

 

Wer mit dem Fahrrad hierhergekommen ist, kann den Radfernweg Berlin-Usedom in Richtung Biesenthal, Werbellinsee und Prenzlau weiterfahren, dessen Überlandabschnitte hinter Bernau beginnen.

Wer sich Bernau näher anschauen möchte, findet hier die Tour E 2 .