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Die Tour dient als Zulaufstrecke zur Tour A 1. Der Startpunkt Berlin Hauptbahnhof ist mit dem Regionalverkehr, der S-Bahn und dem Bus gut erreichbar.

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Der 2006 eröffnete Berliner Hauptbahnhof liegt am Kreuzungspunkt der historischen Stadtbahn-Viaduktstrecke (1882 fertiggestellt) und des neu erbauten Nord-Süd-Eisenbahntunnels. Die spektakuläre Beton- und Stahlkonstruktion wurde von Meinhard von Gerkan entworfen. Die Baukosten dürften etwa 1 Mrd. € betragen. Für den neuen Bahnhof musste 1997 der denkmalgeschützte Lehrter Stadtbahnhof weichen, während der einstige Kopfbahnhof Lehrter Bahnhof bereits 1959 abgerissen worden war. Am neuen Hauptbahnhof halten alle Fernzüge, Regionalzüge, S-Bahnen und Busse. Auf eine Anbindung ans U-Bahn- und Straßenbahnnetz müssen die Berliner und ihre Besucher bis heute warten, da diese noch nicht fertiggestellt bzw. im Bau ist. Im Zuge der Umgestaltung des Bahnhofsumfelds wurden nördlich und südlich des Bahnhofs zwei große Plätze angelegt. Wir beginnen unsere Tour auf dem südlichen Platz, der Washingtonplatz heißt. Von hier aus kann man über eine 88 m lange 2005 eingeweihte Gustav-Heinemann-Brücke (Architekt:Max Dudler) die Spree überqueren und den etwas spartanisch geratenen Spreebogenpark entdecken. Der Weg an der Spree führt am Bundeskanzleramt vorbei in den Tiergarten. Wir biegen jedoch links vor der Brücke in die leicht ansteigende Rahel-Hirsch-Straße. Diese führt auf eine elegant geschwungene Brücke, die den Zufluss zum Humboldthafen überspannt. Der Humboldthafen ist bis 1850 zwischen der Spree und dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal entstanden. Die Stadtbahnstrecke überquert die Wasserfläche in der Mitte. Hinter der Brücke biegen wir links in die Straße Alexanderufer ein.

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Nach Unterquerung der 240 m langen Eisenbahnbrücke geht man auf einer neu gestalteten Uferpromenade links an der Charité vorbei.

 

Die Invalidenstraße kann an einer Fußgängerampel überquert werden, aber wir bleiben auf dem abschüssigen Uferweg am Kanal. Links liegt der Hamburger Bahnhof. In dem einzigen noch vollständig erhaltenen Berliner Kopfbahnhof, der 1847 im klassizistischen Stil errichtet wurde, fuhr schon seit 1884 kein Zug mehr. Ab 1906 wurde das Gebäude als Verkehrsmuseum genutzt, nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Mauerbau stand der Bahnhof jedoch leer. Erst 1996 erhielt er seine heutige Nutzung als Museum für Gegenwartskunst (Architekt Josef Paul Kleihues).

Auf unserer Kanalseite laufen wir parallel zum heutigen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Der um einige Neubauten ergänzte Ministeriumsbau besteht aus Resten des Invalidenhauses und der in der Kaiserzeit errichteten Militärärztlichen Akademie. Zu DDR-Zeiten war dort die Generalstaatsanwaltschaft untergebracht. Die Promenade am Kanalufer ist hier mit dem in halbkreisförmigen Bögen geschwungenen Zaun besonders aufwändig gestaltet worden. Sie führt uns direkt in den Invalidenfriedhof, an dem noch einige Teile der Hinterlandmauer erhalten geblieben sind.

Achtung: Uferpromenade und Friedhof werden April-Sept. ab 19 Uhr, Okt.-März ab 16 Uhr geschlossen; Umfahrung über Scharnhorst- und Kieler Straße.- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Friedhof wurde ab der Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt. Die wechselvolle Geschichte haben nur 230 Gräber überlebt, die zum Teil sehr sehenswert sind. Das Besondere dieses Friedhofs ist, dass er nicht nur an der Sektorengrenze lag, sondern von der Mauer, der Hinterlandmauer und dem Kolonnenweg zerschnitten und zerstört wurde. Hier hat man aber die Wunden der Teilung erlebbar gemacht, indem man den ramponierten 2,5 ha großen Friedhof nicht wieder hergestellt hat. Auf Schautafeln wird die Geschichte des ersten Fluchtversuchs im Jahr 1961 erläutert. 

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Hinter dem Invalidenfriedhof wurde die Promenade im Rahmen eines Wohnhausneubaus auf großer Höhe direkt ans Kanalufer gelegt. Von dieser Terrasse hat man einen hervorragenden Blick auf den Kanal, den Hamburger Bahnhof und auch den neuen Hauptbahnhof. Das Gebiet auf der anderen Kanalseite wird als neues Bahnhofsquartier in den nächsten Jahren sein Gesicht vollständig verändern.

Nachdem man den Wohnhausbau in einem Durchgang durchquert hat, beginnt der letzte Abschnitt der neuen Kanalpromenade. Gleich rechts zwischen den Gebäuden der Kieler Straße befindet sich die Gedenkstätte Günter Litfin. In einem Wachturm der DDR-Grenzanlagen dokumentiert heute sein Bruder Jürgen Litfin den Verlauf der innerstädtischen Grenze, erzählt zugleich von ihrem Fall und vom Schicksal seines Bruders. Dieser wurde am 24.August 1961 als erster Mauertoter im nahegelegenen Humboldthafen während eines Fluchtversuches erschossen. Der Turm ist nach Absprache täglich von März bis Oktober begehbar. - es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

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Wenn die Promenade sich verengt und über eine Holzbrücke führt, sind wir an der heutigen Mündung der Panke in den Nordhafen angelangt.

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Ab hier kann eine Tour entlang der Panke beginnen (Tour A1).

Wer hier aber geradeaus am Kanal weiterfährt, benutzt die Trasse des Radfernwegs Berlin-Kopenhagen in Richtung Hennigsdorf, Oranienburg, Gransee usw.