Chausseestraße

Der Name dieser Berliner Straße klingt für heutige Ohren eigenartig, rührt aber aus der Zeit um 1800 her. Damals waren gepflasterte Chausseen noch eine Besonderheit, und so wurde diese nach Nordosten führende Ausfallstraße nach dem französischen Vorbild der Chausseen benannt. Die Gegend rund um die Chausseestraße war die Keimzelle der Berliner Schwerindustrie, die von so bekannten Firmen wie Borsig und Schwartzkopff geprägt wurde.

Die Chausseestraße quert die Panke zwischen Boyenstraße und Schulzendorfer Straße/Sellerstraße, kurz bevor sie zur Müllerstraße wird. Diese wiederum ist nach den zahlreichen Windmühlen benannt, die es dort gab.

Erwähnenswert ist, dass die Panke wegen der unter der Chausseestraße verlaufenden U-Bahn (1923 eröffnet als Nordsüdbahn, heute U 6) einen Düker durchfließt.