Volkspark Humboldthain

Das Tal zwischen den beiden TrümmerbergenDer 1869-76 angelegte Park liegt nicht unmittelbar an der Panke, sondern südlich des Flusstals. Der Gartenarchitekt Gustav Meyer nutzte den Erdaushub, der bei der Errichtung der Stettiner Bahn angefallen war.

Neu an diesem Park war der sozialpolitische Ansatz, der verarmten Bevölkerung im Berliner Norden eine Erholungsmöglichkeit zu bieten. Pflanzen wurden nach ihrer geografischen Herkunft nach gruppiert, es gab Spielplätze, Spielwiesen und einen Schulgarten. Eine geologische Wand entstand 1895, ganz nach dem naturkundlichen Bildungsideal des Namensgebers Alexander von Humboldt.

Vom ursprünglichen Park ist während des Zweiten Weltkriegs nicht mehr viel übrig geblieben. Durch die Anlage von zwei Hochbunkern und nicht zuletzt durch die späteren Kämpfe und Bomben des Krieges war der Park grundlegend beschädigt worden. Was vom Baumbestand übrig blieb, wurde von der notleidenden Bevölkerung in den ersten Nachkriegswintern verfeuert.

Versuche, die Hochbunker nach dem Krieg vollständig zu sprengen, scheiterten. Daher wurden sie bei der Neuanlage des Parks integriert und zum Teil mit Trümmerschutt aufgefüllt. So kommt es, dass der Humboldthain heute mit der 85 m hohen Humboldthöhe über einen skurril-schönen Aussichtspunkt verfügt. Die kahle Nordwand ist ein Paradies für Kletterer geworden. Der südliche, kleinere Trümmerberg wird im Winter als Rodelbahn genutzt.

Der Humboldthain unserer Tage verfügt neben einem grünen Wiesental zwischen den beiden Hügeln über einen Rosengarten mit 15000 Rosen. Am westlichen Rand des Parks liegt ein Freibad.

Die Himmelfahrtskirche, die sich seit 1893 im Park befand, wurde nach Kriegszerstörungen nicht wieder aufgebaut. Statt dessen befindet sich ein Neubau dieser Kirche am Südrand des Parks, 1954-56 von Otto Bartning in zeitgemäßem Stil errichtet.

Der Volkspark Humboldthain besitzt eine hervorragende Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln (S-Bahnhof Humboldthain S 1, S 2, S 25 im Westen und S-,U-,Regionalbahnhof Gesundbrunnen im Osten).

 

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