Bürgerpark Pankow

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Heute fließt die Panke recht unscheinbar durch den Bürgerpark Pankow. Dabei hat sie zu seiner Entstehung nicht unwesentlich beigetragen. Eines ihrer Hochwasser vernichtete die Pankower Papiermühle an ihrem Ufer. Baron Killisch von Horn, der erfolgreiche Gründer und Verleger der Berliner Börsenzeitung, kaufte das Gelände im Jahr 1856. Da er sich sehr für die Gartenkunst interessierte, wandelte er das südöstlich der Panke gelegene Areal mit Hilfe von begabten Gärtnern in einen Privatpark um. Das ehemalige Mühlengebäude wurde zu einem Herrenhaus umgestaltet, das als Landsitz der Familie Killisch von Horn diente. Der Park wurde stetig erweitert und stand allen Pankowern offen. Auch eine ausgedehnte Gärtnerei ließ der Verleger anlegen, um exotische Gewächse selbst zu züchten. Später widmete sich der Besitzer einem anderen Landgut in der Lausitz, so dass der Pankower Park in Vergessenheit geriet. Nach dem Tod Killisch von Horns im Jahr 1886 und seiner Frau im Jahr 1905 waren die Erben am Erhalt des Parks nicht mehr interessiert. Sie versuchten, das vor den Toren der aufstrebenden Stadt Berlin gelegene Gelände in Bauland umzuwandeln, wofür sie die Unterstützung einiger einflussreicher Pankower Bürger hatten. Der Pankower Bürgermeister Wilhelm Kuhr erkannte das Potenzial des Parks und setzte sich für den Kauf des Geländes durch die Gemeinde ein, was im Jahr 1907 gelang. Aus dem Privatpark wurde somit der Bürgerpark, der bis zum Zweiten Weltkrieg durch seine Ausflugsgaststätten und Restaurants in ganz Berlin bekannt war. Auch wurde der Park um den nordwestlich der Panke gelegenen Volkspark Schönholzer Heide erweitert. Der am Nordostrand des Parks gelegene Friedhof mit seinen sehenswerten Grabmalen, unter anderem auch das Mausoleum des Parkgründers, wurde in den Park integriert. Zu DDR-Zeiten wurden bis auf das neobarocke Portal und den Pavillon fast alle historischen Gebäude abgerissen und der Park grundlegend neu gestaltet. Dazu kam im Jahr 1955 die noch heute bestehende Parkbücherei. Auch wurden zahlreiche Skulpturen und ein neues Café hinzugefügt. Seit dem Fall der Mauer, an die der Park angrenzte, kehrte die Gartenanlage auch wieder ins Bewusstsein der angrenzenden Viertel im Wedding zurück.

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Besondere Anziehungspunkte des kleinen Parks sind der Rosengarten am Pavillon, das Café Rosenstein mit Biergarten und das neobarocke Portal mit einem Springbrunnen. Kinder zieht es besonders ans Ziegengehege, das zwischen zwei künstlichen Hügeln angelegt wurde und das man auf einer Brücke überqueren kann. Außerdem verfügt der Park noch über einen Vogelkäfig mit Pfauen.

Wenn auch der Park viel von seiner historischen Substanz verloren hat, ist er heute wieder ein besonders vielfältiger und gepflegter Park, der von den Berlinern rege genutzt wird. Heute umfasst der Bürgerpark etwa 12 Hektar. Er ist leicht erreichbar mit der Tram M 1 (Haltestelle Bürgerpark Pankow) oder die S-Bahn (S-Bf Wollankstr.).

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