Bernau bei Berlin

Das Stadttor von Bernau
Das Stadttor von Bernau

Die Stadt mit 35.000 Einwohnern ist Quellort der Panke. Aus deren Wasser haben die Bernauer einst das starke Schwarzbier gebraut, für das Bernau im Mittelalter berühmt war. Immerhin wurde in 146 Hausstellen das Bier gebraut. Und bei der erfolgreichen Abwehr der die Stadt belagernden Hussiten im Jahr 1432 soll das Bier ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Für die Panke scheinen sich die Bernauer aber nicht mehr sehr zu interessieren; der Oberlauf plätschert wenig beachtet an der eigentlichen Altstadt vorbei. Heute zieht vor allem die Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert, die größtenteils erhalten ist, die Aufmerksamkeit an sich.

Sehenswert sind insbesondere einzelne Stadttore und die spätgotische St.Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert mit einem Flügelalter von der Schule von Cranach d.Ä. Nordwestlich der Stadt in "Waldfrieden" liegt die ehemalige Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Bernau war von 1952- 1993 Kreisstadt (Autokennzeichen zuletzt "BER").

Veranstaltungstipp: das Mittelalterfestival "Bernauer Hussitenfestspiele"  findet immer am 2. Juniwochenende statt.

Stadtwappen BernauInfo zum Pankeweg: Die Panke entspringt ohne eine sichtbare Quelle in den Wiesen nordöstlich der Altstadt im Stadtteil Pankeborn. Erst ab dem in den 1930er Jahren angelegten Teufelspfuhl, einem mit Schadstoffen belasteten Weiher, führt die Panke dauerhaft Wasser. Der Pankeweg beginnt/endet jedoch am Bahnhof Bernau einige hundert Meter von der Quelle entfernt. Die Ausschilderung, die bis zur Berliner Stadtgrenze gemeinsam mit dem Radweg Berlin-Usedom ausgeführt wurde, ist sehr gut. Es geht zunächst durch Kleingärten mit unzähligen kleinen Stegen über die noch junge Panke. Die feuchten Wiesen führen der Panke neues Wasser zu. Bald muss die B 2 überquert werden, bevor es geht durch ein Gehölz geht. Die Panke fließt in ein Staubecken, in dem früher gebadet werden durfte. Die A 11 wird über der verrohrten Panke unterquert. Der Pankeweg geht neben Birken und Pappeln, über Felder und Wiesen, bis nach Überquerung der Zepernicker Straße ein Wohngebiet durchfahren werden muss. Hier ist von der Panke nichts mehr zu sehen, da sie durch die Gärten der Häuser fließt. An der Pankebrücke beginnt der nächste Panke-Ort Zepernick.