Berlin-Wedding

Wappen des ehemaligen Bezirks WeddingWedding war auch der Name eines Berliner Bezirks von 1920-2000, bevor dieser im Großbezirk Mitte aufging.

Die älteste Erwähnung des Namens Wedding findet sich in einer Urkunde aus dem Jahre 1251 über den "Verkauf einer Mühle im Gebiet des Dorfes, welches Weddinge hieß, am  Fluß namens Pankowe erbaut". Der Name des Dorfes wird zurückgeführt auf den mutmaßlichen Gründer Rudolphus de Weddinge aus der Nähe von Magdeburg; die dörfliche Siedlung wurde aber bald aufgegeben. Dokumente aus dem 14. Jahrhundert belegen die Verpachtung von Ländereien auf dem Wedding durch die Stadt Berlin. Der älteste belegbare dauerhafte Siedlungskern entstand ab 1601 als sogenanntes "Vorwerk" im heutigen Gebiet von  Nettelbeckplatz, Pankstraße, Weddingstraße und Reinickendorfer Straße. Das Vorwerk verschwand während der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals wurden auch Mietskasernen im großen Stil gebaut. Bei Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte die Bevölkerungszahl mit 350.000 ihren Höchststand erreicht, ebenso wie die Bevölkerungsdichte.

Heute bezeichnet Wedding die westlich der B 96 gelegene Hälfte des ehemaligen Bezirks, ein Ortsteil im neuen Bezirk Mitte, in dem 74 000 Menschen leben. Die Panke tangiert den heutigen Ortsteil Wedding nur am südöstlichen Rand, wo sie über den Schönhauser Graben in den Nordhafen geleitet wird. Der Ortsteil besitzt zahlreiche Baudenkmäler, von denen als bedeutendstes die Alte Nazarethkirche von Schinkel genannt werden muss. Aber auch das Virchow-Klinikum liegt in diesem Ortsteil. Entgegen vieler Vorurteile ist der Wedding ein sehr grünes Quartier und besitzt mit dem Schillerpark und dem Volkspark Rehberge ausgedehnte Grünflächen.

 

 

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Weiterführende Links:

Wikipedia-Artikel über den Wedding

 

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