Berlin-Mitte

Wappen des ehemaligen Bezirks MitteEinen Ort namens „Mitte" hat es natürlich nie gegeben. Erst seit 1920 trägt dieser Teil Berlins, der die Keimzelle der heutigen Millionenstadt umfasst und in dem heute 80000 Einwohner leben, diesen Namen. Seit 2001 heißt sogar der ganze Großbezirk "Mitte", zu dem auch die ehemaligen Bezirke Wedding und Tiergarten gehören.

Der Teil von Mitte, der von der Südpanke durchflossen wird, heißt Friedrich-Wilhelm-Stadt. Erst ab 1828 wurde dieses nördlich der Spree und westlich der Friedrichstraße gelegene Areal bebaut. Die Straßen erhielten Namen die damaligen Prinzen und Prinzessinnen des Königshauses (Luisenstraße, Karlplatz, Albrechtstr., Marienstr.). Ein neues Stadttor in der Akzisemauer wurde ebenfalls für die Friedrich-Wilhelm-Stadt gebaut (Neues Tor). Bis 1870 bestand diese Mauer, ungefähr an der heutigen Hannoverschen Straße. Das höchste Gebäude, das Charité-Bettenhaus, gehört zu dem weitläufigen Areal des wohl bekanntesten Krankenhauses Berlins. Die Charité wurde ab 1726 zur Heil- und Lehranstalt bestimmt. Die Blütezeit des Krankenhauses war um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, als berühmte Ärzte und spätere Nobelpreisträger an der Charité arbeiteten und lehrten. Ebenfalls der Wissenschaft verpflichtet ist das Museum für Naturkunde an der Invalidenstraße. Heute befinden sich einige Bundesministerien in der Friedrich-Wilhelm-Stadt, so das Wirtschaftsministerium, das Verkehrs-und Bauministerium sowie das Bildungsministerium. Weitere öffentliche Einrichtungen in diesem Quartier sind das Bundeswehrkrankenhaus und der Bundesnachrichtendienst, der seine Zentrale bis 2012 errichten wird.

Der frühere Mündungsarm der Panke in Berlin-Mitte ist hier fotografisch dokumentiert.

Einen Artikel zu den Planungen zur Wiederherstellung der Südpanke finden Sie hier.

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