Berlin-Karow

Die Dorfkirche Karow1375 erstmalig erwähnt, zählt der Ortsteil heute 17000 Einwohner. Der Ortskern des Angerdorfs Karow liegt an der Straße Alt-Karow, durch die Eisenbahntrasse vom Pankelauf getrennt. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert errichtet und ist somit eine der ältesten Kirchen Berlins. Der Kirchturm wurde erst 1845-1847 errichtet. Außer der Kirche, dem ehemaligen Schulgebäude aus dem Jahr 1881 und dem Gemeindehaus finden sich noch zahlreiche Bauernhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Die Bauern konnten sich verhältnismäßig repräsentative Wohnhäuser leisten, von denen noch zahlreiche an der Straße Alt-Karow erhalten sind. Rund um den Bahnhof Karow (ab 1882) ist nach dem Ersten Weltkrieg ein kleines Bahnhofsviertel mit einigen Geschäften und Gaststätten entstanden, das jedoch wegen der nahen Rieselfelder nur zögerlich wuchs. Darum besaß Karow auch bei der Eingemeindung nach Berlin im Jahr 1920 nur 1000 Einwohner und hatte dadurch noch seinen dörflichen Charakter bewahrt.

Nördlich des alten Ortskerns ist in den 1990er Jahren eine riesige Neubausiedlung mit dichter Bebauung (5200 Wohnungen) gebaut worden (Neu-Karow).

Das Bahnhofsgebäude wurde um 1915 von den Architekten Schwartz und Cornelius gebaut. Es ist nicht weniger prächtig als die Gebäude der Nachbarbahnhöfe; untypisch für die Region ist insbesondere die Schieferverkleidung des Obergeschosses.

Am Bahnhof Karow beginnt und endet die NE 27 (Heidekrautbahn), die 1901 in Betrieb genommen wurde. Der Abzweig von Karow nach Schönwalde (Barnim) entstand allerdings erst 1950 (ab 1961 mit Personenverkehr). Dort halten Heidekrautbahn und S-Bahn am gleichen Bahnsteig und am gleichen Gleis - eine Besonderheit, die im Berliner S-Bahnnetz selten ist.

S-Bahnhof in KarowInfo zum Pankeweg: Der Pankeweg überquert die Pankgrafenstraße, die Karow mit der Panke verbindet. An einer neuen Brücke wechselt der Pankeweg die Pankeseite und stößt auf die Krontaler Straße. Diese führt unter den Brücken des Berliner Eisenbahnrings hindurch in den Ortsteil Blankenburg. Der Pankeweg biegt von der Landstraße nach rechts ab und man fährt in Richtung der A 114, die parallel zur Panke gebaut wurde.