Französisch-Buchholz

Wappen BuchholzBuchholz wurde erstmals in einer Urkunde von 1242 erwähnt und gehört zu den typischen märkischen Orten mit Dorfanger. Wie so viele Dörfer in der Region waren viele Höfe und Felder nach dem Dreißigjährigen Krieg wüstgefallen, was sich erst 1685 änderte. In diesem Jahr wurde hier im Ergebnis des Edikts von Potsdam durch den Staatsminister Joachim Ernst von Grumbkow eine „Französische Kolonie" durch Ansiedlung von französischen Hugenotten gebildet, was dem Ort einen entscheidenden Impuls gab. Ab etwa 1750 bürgert sich die Bezeichnung Französisch Buchholz ein, die bei der Eingemeindung nach Berlin wieder verloren geht. Erst seit 2001 heißt der Ortsteil wieder so.

Ab dem Jahr 1780 ist Buchholz nachweislich ein Ausflugsort, wobei den neugierigen Besuchern aus Berlin auch ungewohnte Gemüsesorten geboten wurden. Die Hugenotten hatten Feldfrüchte wie Spargel und Blumenkohl aus ihrer Heimat mitgebracht, und auch die Ergebnisse ihrer Blumenzucht ließen die Ausflugsgäste staunen.

Gehörte Buchholz zu den größeren Orten an der Panke, konnte es jedoch nicht mit der Entwicklung anderer, an die Eisenbahn angeschlossenen Dörfer mithalten.

In den 1990er Jahren wird eine Neubausiedlung westlich des alten Ortskerns angelegt, die im Jahr 2000 einen Straßenbahnanschluss erhält. Die Dorfkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde 1852 im Rundbogenstil umgebaut.

Info: Französisch Buchholz liegt westlich der Panke und wird von dieser durch eine ausgedehnte Kleingartenanlage getrennt. Der Pankeweg berührt den Ort nur an diesen Kleingärten.